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Güdes Messerserie ‚Synchros‘ ist ‚Manufaktur-Produkt des Jahres 2019‘

31. Mai 2019, Bremen. Was muss das ‚Manufaktur-Produkt des Jahres‘ können? Es muss in bester Manier handwerklich gefertigt sein – und trotzdem die Branche weiterbringen. Es muss ein tolles Design haben – das die Funktion unterstützt. Es muss Relevanz entwickeln können – und eine Chance auf Verbreitung. Das heißt auch: einen angemessenen Preis – jedoch keine Luxusversion des Lebens, die nur für wenige Reiche erschwinglich ist. Zusammengefasst: Das Produkt sollte im Idealfall aus seiner Art herausstechen – und trotzdem für viele Menschen von Interesse sein. Dies sah die Jury des ‚Manufaktur-Produkts des Jahres 2019‘ bei der neuen Messerserie ‚Synchros‘ aus der Solinger Messermanufaktur Güde besonders gegeben.

Interessant an den Messern ist, dass der Holzgriff von oben in den untenliegenden sogenannten Erl eingesetzt wird und dann auf nahtlosen Übergang geschliffen wird. Da es dabei auf den Hundertstelzentimeter ankommt, arbeitet eine CNC-Fräse die Holzgriffe aus Räuchereiche immergleich vor – dann kommt wieder manufakturtypisch der Mensch zum Einsatz und passt alles perfekt an: Auge und Hand der Schleifer entscheiden über die Fertigstellung jedes einzelnen Messers. Aber auch ansonsten haben die Messer Köchen viel zu bieten: Neu ist die erhöhte Griffposition oberhalb der Klinge. Außerdem sind die Griffe aller Messertypen gleichgroß. Die Klingen sind durchgeschliffen und aus einem Stück.

Die Preise beginnen bei EUR 180,00 uvp.

Güde wurde im Jahr 1910 gegründet und befindet sich mit Peter Born in vierter Generation im Besitz der Gründerfamilie.

www.guede-solingen.de

Link zu der Messerserie:

https://www.guede-solingen.de/de/aktuelles/ab-sofort-lieferbar-synchros/

Dr. Peter Born (M.) von Güde nahm für die Messerserie Synchros die Auszeichnung zum ‚Manufaktur-Produkt des Jahres 2019‘ von Brigitte Federhofer-Mümmler und Wigmar Bressel entgegen.

Manufakturen-Blog: das Siegel zum 'Manufaktur-Produkt des Jahres 2019' (Grafik: Peter Sieber, ora et labora)

Das Siegel zum ‚Manufaktur-Produkt des Jahres 2019

Manufakturen-Blog: Die Messerserie 'Synchros' von Güde (Foto: Christian-Arne de Groot)

Die Messerserie ‚Synchros‘ von Güde

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  1. Platz

Schallplattenspieler ‚Concept active‘ von Clearaudio Electronic

Schallplatte und Schallplattenspieler sind seit einiger Zeit zurück: Das Erlanger Familienunternehmen Clearaudio Electronic der Familie Suchy stellt mit ihrem ‚Concept active‘ einen Plug-&-Play-Spieler vor, der bereits über ein (hauseigenes) Abnehmersystem und einen eingebauten Verstärker verfügt. Paket öffnen, an Strom anschließen und Kopfhörer oder Aktiv-Lautsprecher einstöpseln – da ist er schon, der Klang der guten alten Schallplatte; warm und satt, dynamisch – und analog.

EUR 2380,00 uvp.

www.clearaudio.de

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  1. Platz

Torben Hansens Farbtonbibliothek

30 Jahre hat er getüftelt, katalogisiert, geforscht: Torben Hansen, geschäftsführender Gesellschafter des Parkett- und Holzoberflächenherstellers Schotten & Hansen aus dem bayerischen Peiting hat 1360 Holzfarbtöne definiert und in Farbverlauf-Tafeln aus Echtholz dargestellt. Das Produkt soll Innenarchitekten und Designern helfen, passende Holztöne für  Hölzer und in Korrespondenz mit anderen Materialien zu finden; außerdem lassen sich die definierten Farben auf allen manufaktureigenen Produkten reproduzieren, ohne diese zuvor abschleifen zu müssen.

www.schotten-hansen.com

Manufakturen-Blog: Die anwesenden Preisträger gemeinsam nach der Preisverleihung in Kappelrodeck in der Scheibel-Mühle (Foto: Martin Specht)

Die anwesenden Preisträger gemeinsam nach der Preisverleihung in Kappelrodeck in der Scheibel-Mühle

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Manufaktur-Produkt des Jahres 2019 – Sonderpreis für Design

Tellerserie ‚Berge‘ aus der Porzellanmanufaktur Reichenbach

Dreidimensional, technisch raffiniert und anspruchsvoll, natürlich geschirrspülergeeignet: Die neue Tellerserie ‚Berge‘ verblüfft mit maßstabsgetreuer Darstellung von Gebirgszügen in Biskuit-Technik auf dem Tellerrand – geografische Daten inklusive. Ein Beitrag der Porzellanmanufaktur Reichenbach der Familie Geithe zur Tischdeko, Kommunikations-Stifter beim Essen und designig zugleich.

Die Entwürfe entstanden in Zusammenarbeit mit dem Büro Metz und Kindler, Darmstadt.

EUR 68,00 uvp.

www.porzellanmanufaktur.net

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Manufaktur-Produkt des Jahres 2019 – Sonderpreis für Innovation

‚Unsere Erde Kinderglobus‘ aus dem Columbus Verlag

Er war eine Herzensangelegenheit, erklärt Familie Oestergaard: Ein Globus für Kinder, dessen digitaler Scan-Stick auch Märchen der Länder und Regionen erzählt, auf die er gehalten wird. Und dann kommen sie – eingelesen von den 76 Mitarbeitern des Unternehmens, liebevoll, naiv – so, wie es für große und kleine Kinder genau richtig ist. Der Globus – seit Galileo wichtig für unser Verständnis von uns selbst als Planetenbewohner; der Globus – auch ein Statement gegen die Digitalisierung unseres Lebens. Im Weihnachtsgeschäft 2018 ausverkauft. Innovativ und relevant.

EUR 149,00 uvp.

www.columbus-verlag.de

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Manufaktur-Produkt des Jahres 2019 – Sonderpreis für Tradition

Schmuckkoffer ‚Jasmin‘ von Sacher & Co.

Ein Traditionsprodukt, wie es im Buche steht – der Schmuckkoffer von Sacher & Co. steht da in feinstem italienischen Leder, macht das, was von ihm erwartet wird: Schmuck aufbewahren und verschließen; eigentlich ausgereift – jedoch in immer wieder neuer Gestaltung. ‚Jasmin‘ verfügt über ein blumiges Innenleben…

EUR 249,00

www.sachergmbh.com

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Manufaktur-Produkt des Jahres 2019 – Sonderpreis für das Erkennen von Trends

Malt-Whisky-Glas ‚Aurum‘ mit Pipette der Glashütte Valentin Eisch

Was ist der nächste Trend auf dem Getränkemarkt nach Gin? Whisky, produziert außerhalb von Schottland! Inzwischen gibt es 270 Whisky-Destillen allein im deutschsprachigen Raum – aber auch Torf-Whisky aus Schweden oder Japan ist inzwischen bekannt. Also beschäftigte sich die Glashütte Valentin Eisch aus Frauenau noch einmal neu mit dem Whisky-Genuss und präsentiert ein leicht lippiges Glas mit einem Blattgold-Einbrand. Die Pipette dient der Zugabe von Wasser – zur Verdünnung vor allem von Whiskys in Fass-Stärke.

EUR 94,90 uvp.

www.eisch.de

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Manufaktur-Produkt des Jahres 2019 – Sonderpreis für Konzeption & Umsetzung

‚Sebastian Herkner for Poschinger Trinkglas-Trilogie‘

Die Freiherr von Poschinger Glasmanufaktur blickt auf 450 Jahre Produktion im Besitz der Gründerfamilie zurück. Für das 451 Jahr hat man sich oben im bayerischen Wald eine Serie von schlichten und modernen Trinkgläsern gewünscht – und den bekannten deutschen Designer Sebastian Herkner engagiert. Heraus kamen drei gerade Formen in drei Farben – die auch noch die Besonderheit der Glasmacherkunst in sich vereinen: mundgeblasenes Glas (Kelch) und gegossenes Glas (Fuß) kombiniert – limitiert auf 451 Sets.

EUR 175,00 uvp. pro Glas

www.poschinger.de

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Manufaktur-Produkt des Jahres 2019 – Sonderpreis für Nachhaltigkeit

Gropius-Baukasten von Ankerstein

Das Ausgangsprodukt – der sogenannte ‚Ankerstein‘ aus Quarzsand, Kreide, Farbpigmenten und Leinöl – wurde in den 1880er Jahren in Rudolstadt entwickelt – als Kinderspielzeug und erster Systembaukasten. Die so wunderbar leicht nach Leinöl duftenden Bauklötze werden seitdem in Bausätzen unterschiedlichster Art ausgeliefert: Burgen, Kirchen, Häuser, Brücken – kaum etwas, was man mit den Steinen nicht bauen könnte…

Passend zu 100 Jahre Bauhaus, präsentiert ‚Ankerstein‘ nun den zum Jubiläum entwickelten Gropius-Wohnhaus-Entwurf für Weimar, mit dem die Bauhäusler sich in ihrer Weimarer Zeit erstmals als Architekten und Innenarchitekten sowie Designer einer großen Öffentlichkeit vorstellten.

EUR 159,00 uvp.

www.ankerstein.de

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Manufaktur-Produkt des Jahres 2019 – Sonderpreis für Marketing

Flairs Brille ‚520‘ aus der Serie ‘Rimlight’

Der Begriff kommt aus der Fotografie: „Rimlight“ ist eine Gegenlicht-Kontur, eine scharfe Kante, die an einem Objekt allein durch den entstehenden schimmernden Licht-Effekt betont wird. Dieser Erkenntnis hat der Brillenhersteller Flair sein neues Modell gewidmet: Das Gestell 520 wurde mit einer Ziernut versehen – und diese auch noch in der Trendfarbe ‚Apfelgrün‘ lackiert. Es entstand dadurch ein diskreter Farbeffekt – ohne dass die Farbe penetrant wirkt. Zusätzliche versteckte Geheimnisse dieser Brille: eigentlich ist sie federleicht und randlos – die Acetat-Ränder sind nur auf die Kunststoffgläser gesteckt; und: Die Gläser sind in der bekannten Flair-Nylon-Bindetechnik mit dem Gestell verknüpft – alles in bester Handarbeit in Oelde von den 140 Mitarbeitern entwickelt und gefertigt.

EUR 350,00 uvp.

www.flair.de

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Manufaktur-Produkt des Jahres 2019 – Sonderpreis für Customizing

‚Art Cubicle‘ in der MyZeil-Galerie von Trennwandbau Dessau

Beherrscht man eine spezielle Technik besonders gut – dann wird man auch als kleines Unternehmen für große Aufgaben angefragt. Etwas überrascht waren die 34 Mitarbeiter des Innenausbau-Unternehmens Trennwandbau Dessau dann doch, als sie erfuhren, dass sie das einzige Unternehmen waren, dass überhaupt ein Angebot zum Bau der acht Luxus-Toiletten-Anlagen in der MyZeil-Galerie in Frankfurt am Main abgegeben hatten. Und diese hatten es in sich, denn sie waren u. a. designt im Stil einer New Yorker Feuerwache, eines Bank-Tresorraums, eines englischen Gartens oder aber mit einem durch viele Kabinen laufenden Großfoto zu versehen. Das Unternehmen hat die Aufgabe mit Bravour gemeistert… Das prämierte Beispiel zeigt, dass Customizing – also das Anpassen seiner Produkte (in diesem Fall: von Möbeln oder Standard-Einbauten auf einmaliges Luxus-Design) – für viele Manufakturen ein wichtiger Bestandteil des Geschäfts geworden ist. Und manchmal ist eine Manufaktur der einzige Anbieter für Geschäfte in Größenordnungen und für weltbekannte Auftraggeber, die man solch kleinen Unternehmen nicht zutrauen würde.

EUR 800 000,00

www.twbd.de

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Manufaktur-Produkt des Jahres 2019 – Sonderpreis ‚Liebling der Jury‘

Die dogBar von Feine Dame

Hund müsste man sein! Die Jury hat sich „verliebt“ – in eine Tierfutter-Station aus Münster: Anne Rademacher und ihr Team haben die dogBar in fünf unterschiedlichen Größen weiterentwickelt – gemeinsam mit der Porzellanmanufaktur Reichenbach, die jetzt die hochwertigen Porzellannäpfe fertigt und dem mittelständischen holzverarbeitenden Betrieb OWI aus Lohr am Main, der das Schichtholz für die Futterstation wölbt und in Hand fein bearbeitet. Die Verarbeitung ist nun perfekt, die Anmutung edel – zwei der Juroren überlegten sofort, ob sie das Produkt für die eigenen Vierbeiner kaufen sollten. Das Produkt mit den meisten Punkten in der ‚persönlichen Wertung‘ der Juroren…

Ab EUR 119,00

www.dogbar.de

Fotos: Güde, Martin Specht, Christian-Arne de Groot, Joachim Frey

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Wettbewerb zum ‚Manufaktur-Produkt des Jahres 2019‘ gestartet

Sehr geehrte Damen und Herren,
der Verband Deutsche Manufakturen e. V. lobt den Preis ›Manufaktur-Produkt des Jahres 2019‹ aus.
Sie sind herzlich eingeladen, sich mit neuen Produkten, die von Ihnen in den Jahren 2018 und 2019 auf den Markt gebracht wurden und werden, um diesen Preis zu bewerben.
Ihre Manufakturprodukte sind in Ihrer Branche herausragend, zeigen die Kompetenz Ihres Unternehmens und sind Teil Ihrer Marke. Nutzen Sie für sich die Marketing-Vorteile für den deutschen und die internationalen Märkte, die Sie mit einer Auszeichnung als Gewinner, Platzierter oder Sonderpreisträger erlangen.

Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen des 11. Zukunftsforums Deutsche Manufakturen am 9. Mai 2019 in den Räumen der Emil Scheibel Schwarzwald-Brennerei in Kappelrodeck.

Wir wünschen Ihnen und Ihrem Produkt viel Erfolg im Wettbewerb!
Wigmar Bressel
Brigitte Federhofer-Mümmler
– Vorstand –
Zum PDF-Download der Wettbewerbsausschreibung auf www.deutsche-manufakturen.org.

Grafik: Peter Sieber, ora et labora

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Robert Nuslan ging bei ‚Hutkönig‘ ganz diskret in den Ruhestand

25. Februar 2019, Regensburg. Er hat sich leise verabschiedet – aber nun schlägt er doch noch einmal große Wellen, denn die Mittelbayerische Zeitung widmet seinem Abtritt in den Ruhestand eine ganze Seite – es ist von „Abdankung“ die Rede: Robert Nuslan, das Gesicht von ‚Hutkönig am Dom‘, Deutschlands vielleicht bekanntestem Hutfachgeschäft mit angeschlossener Manufaktur, hat mit 62 Jahren die Stafette an seinen zehn Jahre jüngeren Bruder Andreas weitergereicht. 45 Jahre im Familienunternehmen seien genug, befand der Ältere.

Die Nuslans sind schon seit dem Jahr 1875 im Hutwesen unterwegs. Gewachsen als Reparateure von beschädigten Hüten, als diese noch unbedingt „in“ waren – und sich (wie während des 1. Weltkrieges) viele Menschen für das Verlängern des Lebenszyklusses ihrer Hüte entschieden. Erst nach dem Krieg wurde aus ‚Nuslan & Lange‘ die Marke ‚Hutkönig‘: „Vorbild war ein Geschäft in Passau, das sich ‚Hutkönigin‘ nannte. So hat es mir meine Oma erzählt“, erklärt Robert Nuslan – und so konnte man es nun in der Zeitung lesen.

Ältester prominenter Kunde, an den sich Nuslan erinnert, war Luis Trenker (1892 – 1990). Aber insbesondere ein großer Bericht im deutschen ‚Playboy‘ über die Firma und einen neuen Hut aus der Hand von Nuslans Bruder Andreas (der Ausbildungen sowohl zum Hutmacher als auch zum Modistenmeister durchlief) im Jahr 1995 brachte die Regensburger Hüte wieder ins Bewusstsein: Erst kam Bundestagspräsident Kai-Uwe von Hassel (der Sohn sang bei den berühmten ‚Domspatzen‘), dann die Landesprominenz von Seehofer bis Söder, Ski-Ass Christian Neureuther, aber auch Frauen, wie Alice Schwarzer – Nuslans letztverkaufter ‚Playboy‘-Hut ging an den heutigen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

In der Manufakturen-Szene ist Robert Nuslan gut bekannt. Erst im Jahr 2018 nahm er gemeinsam mit seiner Tochter Bettina für eine knallblaue Version einer ‚Indiana Melusine‘ aus sibirischem Wildhasen-Haar auf dem 10. Zukunftsforum Deutsche Manufakturen die Auszeichnung zum ‚Manufaktur-Produkt des Jahres 2018 – Erkennen von Trends‘ entgegen.

Viele Anwesende bei der Preisverleihung, wie der ehemalige bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU), ließen sich bei der Gelegenheit mit einem der ‚Hutkönig‘-Hüte fotografieren.

Und wie geht es bei ‚Hutkönig‘ mit seinem 14 Mitarbeitern weiter? Andreas Nuslan und seine Lebensgefährtin Melanie Marling haben die Weiterentwicklung des Geschäftshauses am Krauterermarkt angekündigt: „Im März beginnt der große Umbau.“ Im Jahr 2020 soll ein Teil der Produktion an den Innenstadt-Standort verlegt werden – das feine Handwerk muss noch klarer gezeigt werden. Letztenendes auch, damit wir alle besser verstehen, dass ein Hut 82 Arbeitsschritte haben kann und ruhig auch mal 800 Euro kosten darf. Wenn er aus Regensburg von Nuslans kommt.

Manufakturen-Blog: Andreas Nuslan hat von seinem älteren Bruder Robert das Familienunternehmen übernommen (Foto: Hutkönig)

Andreas Nuslan hat von seinem älteren Bruder Robert das Familienunternehmen übernommen (Foto: Hutkönig)

Fotos: Martin Specht, Hutkönig

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Dokumentation des Gemeinschaftsstandes des Verbandes Deutsche Manufakturen auf der Herbst-CADEAUX 2018

2. Oktober 2018, Bremen. Vom 1. – 3. September 2018 fand in Leipzig die ‚Herbst-CADEAUX 2018‚ statt – eine traditionsreiche Messe, auf der es im weitesten Sinn um Geschenkartikel geht; eine Messe, die sich an einen Teil des Konsumgüter-Einzelhandels richtet. Die Messegesellschaft versucht, die in den vergangene Jahren geschrumpfte Veranstaltung aus der Beliebigkeit zu führen. Die Idee war, die Einzelhändler stärker an exklusivere Produkte aus Manufakturen heranzuführen. Ideeller Träger der Sonderschau ‚Manufakturen‘ war unser Verband.

Auf 190 Quadratmetern Gemeinschaftsstand wurden von sechzehn Manufakturen Produkte für einen breiteren Handel gezeigt:

Allgäuer Keramik, Ars Galea, Campe & Ohff, Dorotheenhütte, e+m Holzprodukte, Emil Scheibel Schwarzwald-Brennerei, Gehring Schneidwaren, Günter Reichel Werkstatt moderner Figurenbildnerei, Koch & Bergfeld Besteckmanufaktur, Kupfermanufaktur Weyersberg, LMW Leuchten Manufactur Wurzen, Marolin, Mühle Rasurkultur, Tamesis Design, Tutima, Zeller Keramik

Mittelpunkt des Gemeinschaftsstandes war die von Tamesis Design konzipierte und gebaute Out-Door-Kochinsel, an der Dessaus Spitzenkoch Tobias Felger (‚Tobi or not to be‘) mit verschiedenen Manufakturprodukten (Gehring Kochmessern und Bestecken, Keramikinnenbeschichtete induktionsfähige Kupferbratpfannen der Kupfermanufaktur Weyersberg, Geschirr von Allgäuer Keramik, Zeller Keramik und der Porzellanmanufaktur Reichenbach, Gläser aus der Dorotheenhütte) an allen drei Tagen gekocht und bewirtet hat.

Außerdem wurden die Sieger der Wettbewerbe zum ‚Manufaktur-Produkt des Jahres‘ sowie die ‚Manufakturen des Jahres‘ 2014 – 2018 in einer Ausstellung gezeigt.

Fotos: Wigmar Bressel

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Der Gemeinschaftsstand:

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Die Kochinsel:

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Ausstellung Sieger ‚Manufaktur-Produkt des Jahres‘ und ‚Manufaktur des Jahres‘ 2014 – 2018:

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Topfdeckel ‚multitop‘ von mono ist das ‚Manufaktur-Produkt des Jahres 2018‘

Pressemitteilung

28. Mai 2018, Bremen. Puristisches Design, funktional, praktisch, einfach – monos Edelstahl-Topfdeckel „multitop“ wurde von der Jury des Verbandes Deutsche Manufakturen zum ‚Manufaktur-Produkt des Jahres 2018‘ gewählt.

Die Frage hinter dem überraschenden Produkt ist einfach: Warum sollte ein Topfdeckel nur den Dampf im Topf halten? Nur das Garen beschleunigen und den Energieverbrauch reduzieren? Den Designer Harald Knauf trieben die Gedanken um, was für ihn als Hobbykoch aus einem Topfdeckel noch herauszuholen wäre, wenn man ihn ließe – im renommierten Stahlverarbeiter mono (gegründet im Jahr 1895) in Mettmann fand er den richtigen Partner. Das Familienunternehmen mit 25 Mitarbeitern, zu dem seit einigen Jahren auch die Marke Pott gehört, sucht immer wieder neu zu entwickelnde, zukünftige „Designklassiker“ – so der mono-Claim. Und der multifunktionale Topfdeckel, der mit einer feinen Silikonschnecke auf der Unterseite auf jeden Topf passt, scheint dem Unternehmen solch ein Kandidat. Die Oberfläche funktioniert als Ablagefläche für Kochlöffel und weiteres Kochgut. Der Wasserdampf kondensiert und tropft in den Topf zurück. Der Deckel ist in vielen Variationen und Öffnungsgrößen auf dem Topf zu platzieren. Er ist platzsparend stapelbar oder am Griff aus Kaltstahl aufzuhängen. Passt sehr gut in den Geschirrspüler – und hält auch als Multifunktionsdeckel für viele andere Gefäße her. Er sieht einfach aus – ist aber super durchdacht. Eine originelle Marketingkampagne am PoS rundete die Markteinführung für den ‚multitop‚ im Jahr 2017 ab. Das hat die Jury sehr beeindruckt. Vk-Preis ab EUR 48,00.

Platz 2

Figurengruppe ‚Heilige Nacht‘ von Günter Reichel Werkstatt moderner Figurenbildnerei

Tradition und Design, Reduktion auf die wesentlichen Gesten, handwerkliche Verarbeitung und haptisches Erlebnis – das zeichnet die aus dem Reifen geschlagene Figurengruppe rund um die Geburt Jesu aus. Design von Andras H. Fleischer. Vk-Preis EUR 418,00

Platz 3

Reisekoffer ‚Cophinus‘ der Arsgalea Manufaktur

In Form und Verarbeitung ein traditioneller Lederreisekoffer, wie ihn US-Präsident Kennedy bei seinem Berlin-Besuch benutzt haben soll – jedoch mit allen wichtigen Aspekten der heutigen Zeit versehen: Statt Holzrahmen federleichte Kunststoffwabentechnik, moderne Schlösser, peppige Farben; Retrolook für das Aufschnallen auf den Oldtimer ja – aber hoch funktional und zeitgemäß. Vk-Preis EUR 2000,00

Sonderpreis Design

Figurengruppe ‚Heilige Nacht‘ von Günter Reichel Werkstatt moderner Figurenbildnerei

(s. o.)

Sonderpreis Nachhaltigkeit

Wetterstation 801 von Feingerätebau K. Fischer

Feinste mechanische Messtechnik – im robusten Gewand. Nachhaltigkeit ist nicht nur der nachwachsende Rohstoff, sondern auch die extrem lange Haltbarkeit eines Produkts. Dafür steht der Name K. Fischer. Seit dem Jahr 1945 stellt das Unternehmen seine bekannten feinmechanischen Messgeräte her. Das ausgezeichnete Produkt ist die weiterentwickelte Neuauflage einer Wetterstation aus dem Jahr 1970 – deren Vorbild vielerorts auch heute noch ihren Dienst versieht. Und so wurde die neue 801 nocheinmal weiter mit besseren Metallen ausgestattet, auf dass sie Hunderte von Jahren ihren Dienst versehen kann. Vk-Preis EUR 260,00

Sonderpreis Erkennen von Trends (geteilt)

Parfüm ‚Berlin Soul‘ der Birkholz Perfume Manufacture

Ein großer Trend unserer Zeit ist die Individualisierung von Produkten. Das hat auch die international ausgerichtete Birkholz Perfume Manufacture von Nasyr Birkholz und Familie aus Berlin verstanden. Neben 25 eigenen Düften bietet das Familienunternehmen über den Flagshipstore auch das Herstellen von ganz individuellen Duftkompositionen an. Die Anlage zum perfekten Assemblieren wurde von Birkholz selbst entwickelt. Ausgezeichnet wird stellvertretend für Idee und Umsetzung das neue Parfüm ‚Berlin Soul‘, das mit verschiedenen Flakons in zahlreichen Individualisierungen kombinierbar ist. Vk-Preise ab EUR 109,00

Sonderpreis Erkennen von Trends (geteilt)

Hut ‚Indiana Melusine‘ von Hutkönig

Wer sich traut – trägt wieder Hut. Und wer sich das schon traut – der traut sich auch den leuchtend-blauen, flauschigen und doch wasserdichten Hut aus sibirischem Wildhasen-Haar von Hutkönig aus Regensburg zu. Der Hut als wiederkehrender Trend. Trotzdem in kleiner Serie in 82 Arbeitsschritten von Hand gefertigt. Vk-Preis: EUR 798,00

Sonderpreis Tradition

Ziehtier ‚Großes Pferd‘ von Marolin

Tradition ist auch Trend. Deutschlands einziger Papiermaché-Hersteller, die Marolin Richard Mahr GmbH aus dem thüringischen Steinach, hat ein Spielzeug aus der Zeit vor dem vergangenen Krieg wieder aufgelegt: Ein naturgetreu nachempfundenes Pferd, von Hand gegossen aus der Marolinmasse, von Hand bemalt, auf ein Holzbrett mit vier Rädern montiert und mit einer Handkordel versehen. Ein Spielzeug für ganz besonders bewusste Eltern. Und alle, die sich dem Schwelgen in Nostalgie hingeben wollen. Vk-Preis EUR 86,00

Jury 2018: Ralf Bode (Flair), Stefan Fink (Fink), Benedikt Freiherr Poschinger von Frauenau (Poschinger), Andreas Müller (Mühle), Marc Weyersberg (Kupfermanufaktur Weyersberg)

Bisherige Preisträger: Keramikinnenbeschichtete induktionsfähige Kupferbratpfanne der Kupfermanufaktur Weyersberg (2014), Doppelhorn Nr. 103 in f/b der Gebr. Alexander (2015), Taschenfüllfederhalter-Set ‚Spatz & Kiebitz‘ von Stefan Fink (2016), Rasierset ‚Hexagon‘ von Mühle Rasurkultur (2017)

Ansprechpartner für Fragen:

Wigmar Bressel, Tel. 0421 – 55 90 6-20

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RTL Nord zu Gast bei BR Birgitta Rust – Piekfeine Brände

Manufakturen-Blog: Frontfrau der Brenner-Szene - Birgitta Rust Schulze van Loon produziert in Bremen mehr als 40 verschiedene Brände für den Handel (Screenshot von: RTL Nord)

12. April 2018, Bremen. RTL Nord zu Besuch in norddeutschen Manufakturen… Da darf die Frontfrau der Brenner-Szene – Birgitta Schulze van Loon – natürlich nicht fehlen. Die frühere Spezialistin in der Finanzbranche nutzte die Wirtschaftskrise im Jahr 2009, akzeptierte ein Abfindung – und erlernte das Obstbrennen in Franken. Seit dem Jahr 2012 produziert sie unter ihrem früheren Namen BR Birgitta Rust – Piekfeine Brände mit ihrem Team in Bremen mehr als 40 verschiedene Brände für den Handel.

Die Urkunde erhielt sie übrigens aus den Händen des heutigen bayerischen Landwirtschaftsministers Helmut Brunner (CSU), der auf dem 10. Zukunftsforum Deutsche Manufakturen übrigens das Grußwort der Bayerischen Landesregierung spricht.

Birgitta Schulze van Loon nahm auch schon erfolgreich am Wettbewerb zum ‚Manufaktur-Produkt des Jahres 2015‚ teil – mit ihrem dreifach destillierten Gin ‚Triple Peak‘ mit dem Botanical ‚Earl Grey Tee‘ wurde sie Dritte im Lebensmittel-Bereich.

Hier der Link zum Fernsehbeitrag von Roland Rickelmann vom 27. September 2017 – Sie werden weitergeleitet zum Archiv on RTL Nord…

Screenshots vom Beitrag von RTL Nord

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Einladung zum 10. Zukunftsforum Deutsche Manufakturen

Herzliche Einladung zur Verleihung der Auszeichnungen

Manufaktur-Produkt des Jahres 2018

Manufaktur des Jahres 2018

am 17. Mai 2018 in Frauenau im Rahmen des 10. Zukunftsforums Deutsche Manufakturen

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Manufakteure,

die ‚Digitalisierung‘ sei nicht aufzuhalten, heißt es! Und: Gibt es ‚Manufaktur 4.0‘? Im Manufakturen-Blog finden Sie den derzeitigen Diskussionsstand. Wir widmen das Zukunftsforum dieser Frage, weil wir uns Denkanstöße für unsere Betriebe holen und überlegen wollen, ob wir – wie das Handwerk es gemacht hat – Fördermittel beantragen wollen.

Wir treffen uns zunächst in der von Poschinger Glasmanufaktur, die in diesem Jahr ihr 450jähriges Bestehen feiert (klingt das für Sie unpassend zum Thema ‚Digitalisierung‘?) – und klingen aus mit einem Betriebsrundgang in der nagelneu gebauten Produktion der Holzmanufaktur Liebich – dem größten Holzständerbauwerk Bayerns. Liebich hat auf jeder für den Kunden produzierten Verpackung den GPS-Code des Baumes drauf, der für diese gefällt werden musste (klingt das für Sie logisch nach ‚Digitalisierung‘?). Wir versprechen Ihnen zwei spannende Tage im Bayerischen Wald. Und unsere Gastgeber Benedikt Freiherr Poschinger von Frauenau und Dr. Thomas Koy bieten Ihnen gerne an, noch einen oder zwei Tage dranzuhängen und – wie sagt man so schön? – „Land und Leute kennenzulernen“. Auch das Tagungshotel wäre darauf eingestellt. Wer also länger bleiben möchte und spannenden Unternehmer-Anschluss oder Tour-Empfehlungen sucht – bitte einen Hinweis an uns.

Das Programm mit dem Anmeldeformular für das Zukunftsforum (17.-18. Mai 2018) mit dem Titel

„Wie digital muss unsere Manufaktur werden?“

können Sie auf der Verbandshomepage unter „Aktuelles“ herunterladen – nutzen Sie diese Gelegenheit, sich Denkanstöße für Ihren Betrieb zu holen!

Wir laden Sie aber auch wieder ganz herzlich zur Verleihung der Auszeichnungen „Manufaktur des Jahres“ sowie „Manufaktur-Produkt des Jahres“ ein. Diese finden am 17. Mai 2018 um 19.00 Uhr in der Ofenhalle der von Poschinger Glasmanufaktur statt. Die Teilnahme an dieser Abendveranstaltung ist frei und unabhängig von der Teilnahme am Zukunftsforum.

Wir freuen uns schon auf Ihre Anmeldung für dieses traditionelle Treffen der Manufakturen-Branche und wünschen Ihnen eine gute Anreise!

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Einladung zum Wettbewerb um das ‚Manufaktur-Produkt des Jahres 2018‘

Sehr geehrte Damen und Herren,
der Verband Deutsche Manufakturen e. V. lobt den Preis ›Manufaktur-Produkt des Jahres 2018‹ aus.
Sie sind herzlich eingeladen, sich mit neuen Produkten, die von Ihnen in den Jahren 2017 und 2018 auf den Markt gebracht wurden und werden, um diesen Preis zu bewerben.
Ihre Manufakturprodukte sind in Ihrer Branche herausragend, zeigen die Kompetenz Ihres Unternehmens und sind Teil Ihrer Marke. Nutzen Sie für sich die Marketing-Vorteile für den deutschen und die internationalen Märkte, die Sie mit einer Auszeichnung als Gewinner, Platzierter oder Sonderpreisträger erlangen.

Als Juroren konnten wir für Sie – aus Anlass des 5. Wettbewerbes – die Preisträger der vorangegangenen Wettbewerbe gewinnen. Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen des 10. Zukunftsforums Deutsche Manufakturen am 17. Mai 2018 in den Räumen der Glasmanufaktur Poschinger im bayerischen Frauenau.

Wir wünschen Ihnen und Ihrem Produkt viel Erfolg im Wettbewerb!
Wigmar Bressel
Brigitte Federhofer-Mümmler
– Vorstand –
Zum PDF-Download der Wettbewerbsausschreibung auf www.deutsche-manufakturen.org.

Grafik: Peter Sieber, ora et labora

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Manufakturen-Blog: Der Wettbewerb des Verbandes Deutsche Manufakturen zum Manufaktur-Produkt des Jahres 2018 läuft bis zum 17. April 2018 (Grafik: Peter Sieber)

Der Wettbewerb zum Manufaktur-Produkt des Jahres 2018 läuft bis zum 17. April 2018

Christopher Heinemann verlässt Manufactum

31. Januar 2018, Waltrop. Das Jahr 2018 bringt die ersten Veränderungen in der Manufakturen-Branche… Überraschende Nachricht aus dem Manufactum-Ort Waltrop: Dr. Christopher Heinemann, langjähriger Geschäftsführer, verlässt das Unternehmen!

Heinemann schreibt in einer großen Rund-um-eMail: „Nach mehr als 11 Jahren in der Manufactum-Gruppe habe ich meinen Beirat informiert, dass ich meinen bis Ende 2018 laufenden Vertrag nicht verlängern werde und damit im Laufe des Jahres aus der Geschäftsführung der Manufactum-Gruppe ausscheiden und die Otto Gruppe verlassen werde.

Diese Entscheidung ist nach einer so langen Zeit und angesichts meiner Verbundenheit mit dem Unternehmen nicht über Nacht gefallen, sondern seit längerem gereift und bereits vor einigen Monaten gefallen. Manufactum ist mehr als Job für mich, Manufactum ist Teil meines Lebens: die Marke, das Geschäftsmodell, die Produkte, die Kataloge, die Läden, und vor allem die Menschen, die ich ohne Manufactum nicht kennengelernt hätte. Mich hat diese Zeit sehr bereichert.“

Nun wollen natürlich alle wissen – wohin geht die Reise des Manufakturen-Spezialisten Heinemann?

„Was ich nach Manufactum machen werde, werde ich berichten, wenn es spruchreif ist. Nur eins: es wird etwas anderes sein.

Für einen Abschied ist es noch zu früh, dennoch danke ich schon jetzt für die gemeinsame Zeit und freue mich, wenn wir auch über das Jahr hinaus in Verbindung bleiben.“

Heinemann war dreimal Mitglied der Jury zum ‚Manufakturprodukt des Jahres‘ des Verbandes Deutsche Manufakturen e. V. – zuletzt im Jahr 2017 auch als Laudator für den Gewinner, die Rasierpinselmanufaktur Mühle und ihr Set ‚Hexagon‘ auf der Preisverleihung in den Räumen der Porzellanmanufaktur Fürstenberg.

Manufakturen-Blog: Christopher Heinemann während der Jurysitzung zum Manufakturprodukt des Jahres 2017 (Foto: Marcus Meyer)

Christopher Heinemann während der Jurysitzung zum ‚Manufakturprodukt des Jahres 2017’… (Foto: Marcus Meyer)

Manufakturen-Blog: Christopher Heinemann während der Jurysitzung zum Manufakturprodukt des Jahres 2017 (Foto: Marcus Meyer)

…und nochmal während der Jurysitzung zum ‚Manufakturprodukt des Jahres 2017‘. (Foto: Marcus Meyer)

Manufakturen-Blog: Dr. Christopher Heinemann (r.) als Laudator für das 'Manufakturprodukt des Jahres 2017' - das Mühle-Rasierset 'Hexagon' (Foto: Martin Specht)

Christopher Heinemann (r.) als Laudator für das ‚Manufakturprodukt des Jahres 2017‘ – das Mühle-Rasierset ‚Hexagon‘ mit v. l. Verbandsvorsitzendem Wigmar Bressel, Andreas Müller von Mühle und dem damaligen Verbandsvize Hartmut Gehring (Foto: Martin Specht)

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‚Style‘ und ‚Style.us‘ – die fantastischen Schreibgeräte der Familie Mümmler

14. November 2017, Neumarkt. Sie sind so filigran. So schön. So praktisch mitzunehmen. Und mit ihnen schreibt sich so geschmeidig… Ich stelle fest, ich schwärme für die nur acht Millimeter dünnen Holzkugelschreiber der im Jahr 1899 gegründeten Holzschreibgerätemanufaktur e+m Holzprodukte aus dem oberpfälzischen Neumarkt!

Zuerst gesehen habe ich die Kugelschreiber aus den Hölzern Wildkirsche, Wenge, Zebrano oder Walnuss als Neuheit auf der Frankfurter Messe ‚Ambiente 2017‘ in Frankfurt. Wieder aufgetaucht sind sie dann mit dem Stylus-Gummi an der Kappe zum Bedienen von Tablets und Smartphones im Wettbewerb um das ‚Manufaktur-Produkt des Jahres 2017‘ – und dort eroberten sie sofort den 2. Platz im Hauptwettbewerb (in der Jury war u. a. Manufactum-Chef Dr. Christopher Heinemann und der ‚Digital-Papst des deutschen Handwerks‘ Christoph Krause).

Holz ist ‚das‘ Gen des Unternehmens der Familie Mümmler: Vor 118 Jahren von Konrad Ehmann gegründet, ging es damals um den perfekten Federhalter – eines der wichtigen Schreibgeräte der Zeit. Und Ehmann entwickelte und tüftelte… Bald hatte er 10 000 verschiedene Federhalter in Form und Farbe im Angebot, wurde der größte Federhalter-Fabrikant des Deutschen Reiches. Es kamen die Kriege, im zweiten wurden die Produktionshallen komplett zerstört… In vierter Familiengeneration trat Wolfram Mümmler in der 1980er Jahren in das von seinem Urgroßvater gegründete Familienunternehmen ein, erwarb nach und nach alle Gesellschaftsanteile von den anderen Familienmitgliedern, aus Ehmann wurde Ehmann + Mümmler, wurde die e+m Holzprodukte GmbH & Co. KG. Seine Frau Brigitte kam hinzu… Jetzt die Töchter, von denen Leonie in Hamburg studierte und in einer Kommunikationsagentur arbeitet, und Dorothee, die inzwischen Produktdesign an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein studiert; beide haben schon am Messestand gejobbt, die Eltern ab und an vertreten und sich der Frage stellen müssen, ob sie einzeln oder gemeinsam die fünfte Familiengeneration im Unternehmen werden möchten…

Manufakturen-Blog: Brigitte Federhofer-Mümmler und Wolfram Mümmler in ihrem Betrieb - seit vielen Jahren denken sie sich immer neue Schreibgeräte aus Holz aus (Foto: e+m Holzprodukte)

Brigitte Federhofer-Mümmler und Wolfram Mümmler in ihrem Betrieb – seit vielen Jahren denken sie sich immer neue Schreibgeräte aus Holz aus (Foto: e+m Holzprodukte)

Manufakturen-Blog: Dorothee und Leonie Mümmler nehmen von Hartmut Gehring auf dem 9. Zukunftsforum Deutsche Mnaufakturen die Urkunde für Style.us entgegen (Foto: Deutsche Manufakturen e. V. / Martin Specht)

Dorothee und Leonie Mümmler nehmen von Hartmut Gehring auf dem 9. Zukunftsforum Deutsche Manufakturen die Urkunde für Style.us entgegen (Foto: Deutsche Manufakturen e. V. / Martin Specht)

Noch heute werden laut Produktkatalog von e+m Holzprodukte „alle Produkte nach alter Tradition auf klassischen Drechslereimaschinen hergestellt. Ein besonderes Anliegen“ sei „die Bewahrung der alten handwerklichen Traditionen“ sowie deren „Umsetzung in neue Produktionsschritte“.

Mümmlers stehen für Nachhaltigkeit. Die Manufaktur-Mitarbeiter begeistern sich für einheimische Hölzer. Der Betrieb ist seit dem Jahr 2007 FSC-zertifiziert: „Die Zertifizierungskette erstreckt sich vom Wald über das Sägewerk bis hin in die Manufaktur.“

Natürlich ist bei soviel Verständnis für Holz auch eine große Faszination für alle Hölzer dieser Erde da – und so wurden ‚Style‘ und ‚Style.us‘ mit Wenge und Zebrano geadelt. Hauchdünnes Holz mit Wechselminen, deren Schreibpaste besonders gut fließt, da an ein Mini-Lüftungsloch im Griff gedacht wurde, das einen Unterdruck verhindert. Hinzu kommt die stylische Metallkappe aus Messing oder Kupfer, mit oder ohne Stylus-Gummi, die – hinten aufgesteckt -, das Schreibgerät auf gute dreizehneinhalb Zentimeter verlängert und für die meisten Hände ausreichend groß macht. Faszination für EUR 35,00 – 40,00 uvp im guten Schreibwarenhandel oder bei e+m im Onlineshop.

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