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Zehnmal Weimar-Porzellan-PopArt jetzt im Projektraum ‚unverloren‘

Manufakturen-Blog: Im Projektraum 'unverloren' gibt es jetzt zehn Bilder, die sich mit 'Weimar-Porzellan' beschäftigen, zu kaufen. (Foto: Wigmar Bressel)

Im Projektraum ‚unverloren‘ gibt es jetzt zehn Bilder, die sich mit ‚Weimar-Porzellan‘ beschäftigen, zu kaufen.

7. Januar 2023, Hamburg. Zum Ende des Jahres 2018 wurde Weimar-Porzellan, die Porzellanmanufaktur aus Blankenhain bei Weimar, nach 228 Jahre geschlossen, die 60 Mitarbeiter wegen Ratlosigkeit und zu wenigen Aufträgen entlassen. Die Fotoredakteurin Susanne Katzenberg aus Hamburg stieß ihm Rahmen einer Recherche zu Porzellan aus Thüringen auf das traurige Schicksal dieses deutschen Traditionsunternehmens. Sie erwarb die Rechte zur Produktion der Vase ‚Tini‘ aus der Insolvenzmasse und lässt sie von der Porzellanmanufaktur Reichenbach sehr erfolgreich wieder produzieren. Für diese – und anderes ostdeutsches Design – schuf sie im September 2022 den Projektraum ‚unverloren‘ in der Hospitalstraße 91 in Hamburg-Altona; seit dem 7. Januar 2023 werden dort auch zehn Grafiken auf Hahnemühle-Kunstdruckpapier zu Weimar-Porzellan von mir aus dem Manufakturen-Blog-PopArt-Projekt gezeigt und zu Preisen ab EUR 45,00 verkauft.

Zur Geschichte der ‚Tini‘ im Manufakturen-Blog geht es hier.

Das Buch zur Rettung der Vase ‚Tini‘ gibt es hier (Weiterleitung zum Projekt ‚unverloren‘).

Zum Manufakturen-Blog-PopArt-Projekt im Manufakturen-Blog geht es hier.

Den Katalog zum Manufakturen-Blog-PopArt-Projekt im Manufakturen-Blog kann man hier bestellen.

Die Geschichte von Weimar-Porzellan kann man im Manufakturen-Blog hier nachlesen – es ist übrigens einer der meistgelesenen Beiträge…

Fotos: Wigmar Bressel

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Ausstellung: Wigmar Bressel – Manufakturen Blog Art Projekt

4. Juni 2021, Berlin.

Wigmar Bressels Kunst entstand im Jahr 2019 auf dem social-media-Kanal Instagram. Wie keinen Anderen, haben die beiden Pole „Kunst“ und „Manufaktur“ das Leben des Bremer Künstlers über Jahrzehnte geprägt, und der Bilderstrom, der sich nun bahn bricht, scheint sich schon vorher (vielleicht im Unterbewussten) angesammelt zu haben. Bressel, der durch seine jahrelange Arbeit in und für Manufakturen mit einem Fuß fest in der Produktion steht, gelingt es, Manufaktur-Produkte in irritierende Collagen aufgehen zu lassen: durch Abstraktion, Verschachtelung, farbliche Bearbeitungen.

Bressel interessiert sich für eine kulturelle Ökologie der europäischen Manufaktur – als einen Kulturraum der Qualitätsproduktion – der vielerorts bedroht ist. Statt das Thema rein politisch oder publizistisch anzufassen, betritt er seine persönliche, künstlerische Position. Dort ist er frei und kann tun und lassen, was er als Beobachter wahrnimmt und will.

Wigmar Bressel faszinieren traditionelle Techniken der Glasbläser, Porzellanhersteller oder Polsterer; seine bildnerischen Essays zeigen keine Welt von gestern, sondern eine Welt, die heutig, aber vom Verschwinden bedroht ist.

Das Leben, so scheinen es die Bilder Bressels zu sagen, ist ein gestaltbarer Prozess und neben dem Ausleben der Erotik und von Affekten sind es Lebenstechniken wie Ironie, das Lachen, aber auch die Sorge um den eigenen Körper, das Feiern von Festen, das Entfalten von Kreativität oder das Pflegen von Freundschaften, die das Leben lebenswert machen. In alle diese Prozesse sind zahlreiche lebensweltliche Dinge – die Produkte – einbezogen; wer sich nicht dafür interessiert, was diese Dinge aussagen, wer sie gestaltet hat und unter welchen Bedingungen, wendet sich von einer Lebenskunst ab und gehorcht nur noch den allgemeinen Lebensführungsmodellen.

Wigmar Bressel, Jahrgang 1970, geboren in Hildesheim, ist Gesellschafter der Besteckmanufaktur von Koch & Bergfeld in Bremen. Zehn Jahre war er ehrenamtlicher Vorsitzender des Verbandes Deutsche Manufakturen. Im Internet sowie auf den social-media-Kanälen betreibt er den Manufakturen-Blog sowie seit dem Jahr 2019 auf Instagram das @ManufakturenBlogPopArtProjekt; er lebt und arbeitet als freier Künstler, Blogger und Publizist in Bremen.

Text: Ankündigung auf der Museumshomepage

zum Direktorenhaus: https://www.direktorenhaus.com/events/event/wigmar-bressel-das-manufakturen-blog-art-projekt/

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