Manufakturen-Blog: FUERSTENBERG OMNIA 16 RITUAL (Foto: Porzellanmanufaktur Fürstenberg

Fürstenberg präsentiert Omnia, Meissen bringt neues Dekor für Cosmopolitan

04.02.2016 – Ausstellen – oder nicht. Das ist wie für die vielen kleinen privaten auch die Frage für die beiden großen deutschen Staatsmanufakturen: Die Staatliche Porzellan-Manufaktur Meissen aus Meißen (Eigentümer: Stiftung/Land Sachsen) war nicht in Paris auf der „Maison & Objet 2016“, geht dafür aber nach einiger Abstinenz wieder auf die „Ambiente 2016“ in Frankfurt. Die Porzellanmanufaktur Fürstenberg aus Fürstenberg an der Weser (Eigentümer: NordLB/Land Niedersachsen) hat sich genau anders herum entschieden: Paris ja, Frankfurt auch in diesem Jahr wieder nein.

Dafür präsentiert Fürstenberg eine neue Form: Omnia. Ein vierteiliges Geschirr, bestehend aus henkellosem, dafür aufwändig-doppelwandigem Becher und ebenso konstruierter Schale, Speise- sowie Frühstücksteller. Es sieht sehr modern aus, jedoch nicht glatt und fein, sondern eher organisch oder nach Stein. Interessant in jedem Fall… und ineinandergestellt, wie eine kleine Skulptur.

Entworfen wurde die neue Form vom Wiener Büro EOOS: „Diese natürlichen und rauen Oberflächen haben uns zur Form Omnia geführt. Außen rau und gewachsen, innen glatt. Dieses Spannungsverhältnis fasziniert uns“, erklärt Martin Bergmann den Prozess der Entstehung in der Begleitbeschreibung.

Neben obligatorischem Weiß gibt es die Auswahl von Anthrazit, Bronze und zwei Brauntönen. Optional mit faszinierender, handaufgelegter und -polierter Innenvergoldung. In der weiteren Verarbeitung findet sich ein zusätzliches Stück Manufaktur wieder: Damit die Rillen der Form nicht durch die Glasur zulaufen, wurde mit durchgefärbter Porzellanmasse gearbeitet. Eine besondere Endveredelung erfährt jedes Teil durch das Polieren von Hand. Handschmeichelnd, wie man es von Fürstenberg kennt. Und eben typisch aufwendig Manufaktur.

Und die sechsmal größere Porzellanmanufaktur Meissen? Die mit dreihundert Jahren älteste deutsche Porzellanherstellerin bringt auf der „Ambiente“ neben weiterer Kunst ein neues Dekor für die bekannte Form Cosmopolitan. Alles noch streng geheim bis zum ersten Messetag, Fotos werden auch noch nicht gezeigt. Zuletzt hatten die Sachsen die in Marrakech lebende Inneneinrichterin Meryanne Loum-Martin engagiert. Heraus kam modern-klassisches Dekor mit Palmenblättern und einem Wiedehopf. Ich bin gespannt, was Meissen wagt.

Fotos: Fürstenberg

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