Scheibel eröffnet die eigene Whisky-Destille

24. August 2018, Kappelrodeck. Die Emil Scheibel Schwarzwaldbrennerei ist eine der renommiertesten Obstbrennereien Europas – ob in der Lufthansa oder in der Elbphilharmonie: Man trinkt Scheibel. ‚Macher‘ in dritter Generation ist Michael Scheibel, der mit seiner von ihm selbst über dem Holzfeuer destillierten Obstreihe „Alte Zeit“ noch einmal zusätzlich sehr ungewöhnliche Luxusbrände erzeugt. Nun hat er sich einen langgehegten Wunsch verwirklich: Michael Scheibel hat die Getreidemühle seines Großvaters zur spektakulären Whisky-Destille umgebaut – der dreijährige Single Malt ist nun abgefüllt und seit einigen Tagen auf dem Markt.

Manufakturen-Blog: Die Scheibel-Mühle für den 'Emill' in Kappelrodeck glänzt wieder (Foto: Scheibel)

Die Scheibel-Mühle in Kappelrodeck glänzt wieder

Ich kann mich noch gut erinnern, wie sprachlos ich war, als Michael Scheibel mich vor zwei Jahren über die große Baustelle führte, auf der schon fleißig gebrannt wurde – die bis zu fünfstöckigen Fachwerkgebäude (plus Kellergeschoss) direkt an der Straße, teilweise über die Acher gebaut, den Gebirgsfluss, der durch Kappelrodeck ins Tal fließt, dem Rhein entgegen. Er erzählte von den Wasserrechten, die die Entwicklung der Scheibelschen Schwarzwaldbrennerei ermöglichten. Von der Geschichte der Wassermühle, in der sein Großvater als Müller tätig war. Von den Nöten der Bauern, die in Naturalien zu zahlen versuchten. Das Herantasten ans Obstbrennen. Die sich einstellenden Erfolge. Und warum nun auch noch Whisky? Er lachte, antwortete: „Was mit der Mühle anfangen? Und: Whisky ist ein immer stärker werdender Trend.“ Als andere Obstbrenner noch eine Reise zum Schauen nach Schottland buchten, konstruierte er im Kopf bereits seine Destille…

Manufakturen-Blog: Scheibel destilliert wieder über Gold - über ein goldenes Mühlrad (Foto: Scheibel)

Scheibel destilliert wieder über Gold – zur Betonung der ‚Scheibel-Mühle‘ über ein goldenes Mühlrad

Voilà, da ist sie nun also: die ‚Scheibel-Mühle‘ mit dem eigenen Herstellernamen ‚Emill‘ (aus Emil von Gründer Emil Scheibel und der englischen ‚Mill‘) mit den zunächst zwei Abfüllungen ‚Stockwerk‘ (46 %, EUR 75,00) und ‚Kraftwerk‘ (58,7 %, EUR 85,00), deren Pate Bernhard Stöhr ist, Barchef in der ‚Traube Tonbach‘ und Genussbotschaft Baden-Württembergs: Sie schmecken „Aromen von Blütenhonig und Karamell, Röstaromen von Kaffee verfeinert mit Holzrauch trockener Rinde“.

Manufakturen-Blog: Michael Scheibel (r.) und Chef-Destillator Frank Blechschmidt bei der feierlichen Taufe der ersten Abfüllung (Foto: Scheibel)

Michael Scheibel (r.) und Chef-Destillator Frank Blechschmidt bei der feierlichen Taufe der ersten Abfüllung

Deutsche Whiskys sind stark im Kommen – es gibt bereits an die 300 Abfüllungen im deutschsprachigen Raum, „aber wir gehören zu den wenigen, die eine wirklich eigene Destille haben“, sagt Lisa Koch, bei Scheibel für das Marketing zuständig. Was machen viele Andere? Sie lassen abfüllen oder brennen den Whisky in der gleichen Brennblase, wie ihre anderen Brände – möglicherweise ein großer Fehler, denn bei Scheibel vermutet man, dass die Raucharomen des Malzes alles überlagern und die Obstbrennerei lahmlegen würden.

Wie dem auch sei – die neue Destille steht jetzt solitär und unabhängig auch für sich da. Ein spektakulärer Bau, in dessen neuem großen Veranstaltungsraum man durch Glasfenster im Boden den Fluss unter sich durchrauschen sieht. In ihm findet am 9. und 10. Mai 2019 das 11. Zukunftsforum Deutsche Manufakturen statt, auf dem der Frage nachgegangen wird, in wieweit Manufakturen und andere verwandte Produktionsformen eine Art Widerstandsbewegung gegen Beliebigkeit, Shareholder-Value-Industrie, virtuelle Marken und Globalisierung sind – das passt sehr gut zu Scheibel, wo man alles gerne etwas grundsätzlicher angeht!

Manufakturen-Blog: EMILL 'Stockwerk' und 'Kraftwerk' sind die beiden Neuen aus dem Hause Scheibel - Schwarzwald-Whiskys (Foto: Scheibel)

EMILL ‚Stockwerk‘ und ‚Kraftwerk‘ sind die beiden Neuen aus dem Hause Scheibel – Schwarzwald-Whiskys

Fotos: Emil Scheibel Schwarzwaldbrennerei

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Der Manufakturen-Blog auf Instagram – die zehn ‚meistgeherzten‘ Bilder

21. August 2018, Bremen. Für Beyoncé mit ihren 117 Millionen Instagram-Followern und manchmal anderthalb Millionen ‚Likes‘ pro Foto wäre es nichts – für die Manufakturen-Branche ist es wahrscheinlich (noch) nicht das Medium, in dem sich Kunden und Fans bewegen. Trotzdem bewegt sich auch auf Instagram etwas – der 200. Abonnent zum 100. Post des Manufakturen-Blogs auf Instagram. Eine bunte Fotostrecke mit unseren zehn beliebtesten Instagram-Fotos – bisher.

Platz 1

ManufakturenBlog: Florian David Fitz und Matthias Schweighöfer mit Käthe-Kruse-Puppe (Foto: Käthe Kruse)

Florian David Fitz und Matthias Schweighöfer mit Käthe Kruses Waldorf-Puppe (Foto: Käthe Kruse) aus dem Beitrag „Käthe Kruses Waldorf-Puppe kommt ins Kino-Rampenlicht

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Manufakturen-Blog: Kupferbackformen der Kupfermanufaktur Weyersberg, Starzach (Foto: Wigmar Bressel)

Kupferbackformen der Kupfermanufaktur Weyersberg, Starzach (Foto: Wigmar Bressel) aus dem Beitrag „Die Backform mit den weltbesten Backeigenschaften – ist aus Kupfer

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Das Engagement der Borgward Zeitmanufaktur beim Rennen historischer Wagen ‚Le Mans Classic‘ (Foto: Jürgen Betz) aus dem Beitrag „Jürgen Betz: Über das Sponsoring haben wir Ideen für neues Design gesammelt

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Zeichnung aus dem großen Bestand der Koch & Bergfeld Besteckmanufaktur (Repro: Wigmar Bressel) – siehe auch wie im Beitrag „Bernhard Hoetgers Jubiläumsbesteck für Koch & Bergfeld

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Ein Foto aus der Produktion bei der Porzellanmanufaktur Reichenbach (Foto: Wigmar Bressel)

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Manufakturen-Blog: Bernhard Hoetgers Besteck 66400 im Katalog von Koch & Bergfeld - die Gabelrückseite zeigt schön den Umschwung nach hinten (Repro: Wigmar Bressel)

Bernhard Hoetgers Besteck 66400 im Katalog von Koch & Bergfeld (Repro: Wigmar Bressel) aus dem Beitrag „Bernhard Hoetgers Jubiläumsbesteck für Koch & Bergfeld

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Manufakturen-Blog: Der hauseigene Werkzeugbau stellt die Formen her (Foto: Wigmar Bressel)

Der hauseigene Werkzeugbau stellt bei Deumer die Formen her und ist für Spezialanfertigungen zuständig (Foto: Wigmar Bressel) aus dem Beitrag „Orden, Anstecknadeln, Manschettenknöpfe – Deumer gibt die Antwort auf die Frage nach Manufakturschmuck

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Die „Tellerwand“ im Eingangsbereich der Weimarer Porzellanmanufaktur zeigt Dekore aus den Jahrhunderten (Foto: Wigmar Bressel) – aktuell ist der Weiterbestand des Traditionshauses (gegründet im Jahr 1790) gefährdet: „Weimarer Porzellanmanufaktur braucht Hilfe

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Manufakturen-Blog: Damit nichts durcheinander kommt - jeder Auftrag hat seine eigenen nummerierten Bearbeitungstabletts (Foto: Wigmar Bressel)

Damit nichts durcheinander kommt – jeder Auftrag hat bei Deumer wie bei vielen Manufakturen seine eigenen nummerierten Bearbeitungstabletts (Foto: Wigmar Bressel) – aus der Reportage „Orden, Anstecknadeln, Manschettenknöpfe – Deumer gibt die Antwort auf die Frage nach Manufakturschmuck

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Manufakturen-Blog: Meissens 'Saxonia' im Eingang zur Meissen-Welt (Foto: Wigmar Bressel)

Meissens ‚Saxonia‘ im Eingang zur Meissen-Welt (Foto: Wigmar Bressel) – aus dem Beitrag „Meissen: Der Mug soll es richten

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Bernhard Hoetgers Jubiläumsbesteck für Koch & Bergfeld

9. August 2018, Bremen. Wie es halt oft so ist. Jetzt gibt es das Buch zum Jubiläumsbesteck, das damals keiner wollte. Inzwischen liegen die wenigen produzierten Besteckteile in den Museen – und jeder Sammler hätte sie gerne… Der Designer Horst Heeren hat sich die Mühe gemacht, alle auffindbaren Details zu Bernhard Hoetgers Industrie-Design und seiner Arbeit für die Silberwarenmanufaktur Koch & Bergfeld in jahrelanger Arbeit zusammenzutragen.

Bernhard Hoetger (1874 Hörde – 1949 Interlaken) – bekannter Kunst- und Architektur-Tausendsassa, berühmt geworden mit der Gestaltung der Böttcherstraße in Bremen, dem Renommierobjekt des Erfinders des entkoffeinierten Kaffees (‚Kaffee Hag‘), Ludwig Roselius, und verschiedenen Bauten in der damaligen Künstlerkolonie Worpswede, des Cafés ‚Winuwuk‘ in Bad Harzburg und des ‚Muluru‘ im niederländischen Zandvoort; Vertreter des sogenannten ‚Norddeutschen Expressionismus‘.

Manufakturen-Blog: Bernhard Hoetger (1874 - 1949)

Bernhard Hoetger (1874 – 1949, Foto: Archiv Böttcherstraße Bremen)

Wenig bekannt ist, dass Hoetger sich zweimal mit Besteck beschäftigt hat – einmal für sein neues Haus in Fischerhude (im Jahr 1914), ein zweites Mal im Auftrag der Bremer Silberwarenmanufaktur Koch & Bergfeld zu deren 100. Jubiläum im Jahr 1929. Es entstanden unter der Modellnummer 66400 originelle Besteckteile, die vielleicht eher an das Design von Pott erinnern, als für Koch & Bergfeld standen. Aber – das Besteck war auch noch zu teuer in der Produktion. 50 % über dem Verkaufspreis anderer bekannter Modelle (wie des ‚Spaten‘ und der ‚Faden‘-Modelle von Gottfried Koch sowie der ‚Bremer Lilie‘ von Hugo Leven) – das passte nicht zur Weltwirtschaftskrise, zum verlorenen 1. Weltkrieg und dem „Diktatfrieden von Versailles“. Schon nach kurzer Zeit wurde die gestalterische Idee aus Quadraten bei Löffeln und Gabeln sowie Dreiecken bei den Messergriffen überarbeitet und eine gefälligere und einfachere Version entwickelt. Aber auch die wollte nicht richtig verfangen. Hoetger fiel zudem bei den Nationalsozialisten als „entartet“ in Ungnade. Dann kam der Krieg. Danach schmolz Koch & Bergfeld die wenigen schon existierenden Hoetger-Prägewerkzeug ein, machte den Stahl zu Geld. Hoetger selbst starb schon im Jahr 1949 in schweizerischen Interlaken, wohin er aus Berlin vor den alliierten Bombenangriffen geflohen war, und geriet aus dem Blick. Aus die Maus.

Manufakturen-Blog: Bernhard Hoetgers Besteck 66400 im Katalog von Koch & Bergfeld - die Gabelrückseite zeigt schön den Umschwung nach hinten (Repro: Wigmar Bressel)

Hoetgers Besteck 66400 im Katalog von Koch & Bergfeld – die Gabelrückseite zeigt schön den Umschwung des Quadrats nach hinten

Manufakturen-Blog: Suppenschöpfer von Hoetgers Besteck 66400 im Foliant bei Koch & Bergfeld (Repro: Wigmar Bressel)

Suppenschöpfer von Hoetgers Besteck 66400 im Foliant bei Koch & Bergfeld

„Heute, bald einhundert Jahre nach seinem Entstehen, hat dieses Besteckmodell noch immer eine spannungsvolle Originalität“, schreibt Horst Heeren in seinem Buch. „Das Besteck und Silbergerät von Hoetger besticht durch großzügig angelegte ungebrochene Linien und Flächen, die dem Material Silber absolut entsprechen und ihm seine ureigene Wirkung ermöglichen.“ Die Formen von Dreieck und Quadrat seien formal überzeugend eingebunden – dabei die Anforderungen der maschinellen Serienfertigung beachtet: „Diese Synthese, in dieser Deutlichkeit und Vollkommenheit, gibt es kaum bei einem anderen mir geläufigen Besteck.“

Manufakturen-Blog: Horst Heerens Buchtitel zu 'Bernhard Hoetger' (Repro: Wigmar Bressel)

Horst Heerens Buchtitel zu ‚Bernhard Hoetger…‘

Horst Heerens Urteil darf man ruhig vertrauen – er hat sein ganzes Leben in der Silberwarenbranche gearbeitet, wurde doppelt ausgebildet als Entwurfszeichner und Silberschmied bei Koch & Bergfeld. Und als Designer hat er sein persönliches „Meisterstück“ im Jahr 1967 mit dem UEFA-Champions-League-Pokal abgeliefert.

Buch ‚Horst J. Heeren: Bernhard Hoetger Industrie-Design 1928, K & B Besteck 66400 1929, Werkverzeichnis 2018‘, 102 Seiten Farbe, viele Fotos und Repros, EUR 30,00 – zu beziehen über Koch & Bergfeld und den Autor selbst.

Repros: Wigmar Bressel

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Meissen: Der Mug soll es richten

1. August 2018, Meißen. Das deutsche Porzellanheiligtum Meissen – Erfinderin des europäischen Porzellans (im Jahr 1710), Service und Figuren (von Blümchen bis zweimeterhoch), meistens tief in den roten Zahlen (im Jahr 2016 17,4 Mio. Euro Verlust bei 38,7 Mio Euro Umsatz). Eigentümer: der Freistaat Sachsen (übersetzt: wir Steuerzahler). Und immer auf der Suche nach der Lösung: Wie kommen wir in die schwarzen Zahlen? Wie überleben wir den nächsten Generationenwechsel? Wie erwecken wir das Interesse für deutsches Manufakturporzellan bei jungen Menschen? Was ist ‚handgemalt‘ wert in Zeiten des 3D-Drucks? Derzeit befeuert Meissen den „Mug“, den Kaffeebecher – die große Kaffeetasse fürs Büro ab 49 Euro Verkaufspreis.

Auffällig war ja schon Meissens neuer Messestand auf der Ambiente 2018 in Frankfurt: Ausgediente Gipsformen aus dem Formenarchiv waren kunstvoll zu Wänden für einen Besprechungsraum auf dem Messesstand verbunden. Dann auf der linken Seite modernisierte und historische Großplastiken – auf der rechten Seite Gebrauchsporzellan, meistens in Weiß. Wenn man so will: eine zeitgemäße Ansprache von Architekten und Designern, ohne das klassische Publikum vor den Kopf zu schlagen.

Manufakturen-Blog: Meissens Messestand ist modern und angemessen zugleich (Foto: Wigmar Bressel)

Meissens Messestand ist modern und angemessen zugleich

Und dann die offensive Bewerbung eines Allerwelts-Gegenstandes, des Kaffeebechers, des „Mugs“ im Internet. Auf der offiziellen Meissen-Instagram-Seite ‚meissen_porcelain‘ heißt es in der Seiten-Beschreibung derzeit: „Discover our new Meissen Mug Collection now.“

Kann der Kaffeebecher für Meissen stehen? Ist ‚Becher‘ nicht eher Könitz? Oder ist das schon: „In der Not frisst der Teufel Fliegen?“ Die Begriffe „Meissen“ und „Not“ so dicht bei einander zu schreiben – gruselig. Denn Meissen ist doch eindeutig Deutsches Kulturgut, eine der bekanntesten deutschen Konsumgütermarken, zumal noch eine staatliche Manufaktur (Gründer: August der Starke), Teil unserer deutschen DNA. Vor der KPM (Gründer: Friedrich der Große), vor Fürstenberg (Gründer: Carl I. Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel) und Nymphenburg (Gründer: Kurfürst Max III. Joseph).

Andererseits: Kann ein Unternehmen wie Meissen mit 660 Mitarbeitern darauf verzichten, sich möglichst breit aufzustellen und das Risiko weit zu streuen? Zeigt der Kaffeebecher – ab 49 Euro „nur“ – nicht, dass Manufakturporzellan aus Deutschland nicht sooo teuer ist? Dass sich die sogenannte ‚breite Masse‘ Meissen leisten können könnte? Und bedeutet Umsatz nicht auch Beschäftigung?

Der Kaffeebecher ist kein schlechter Zug: Kaffee und Tee trinkt jeder. Der Becher schreit nach keiner zusätzlichen Untertasse. Er übt auch keinen sozialen Kaufdruck nach „mehr“ aus – wie das Service. Man kann ihn ungeniert als Solitär kaufen und besitzen. Er trennt nicht wirklich wohlhabend von arm. Schade ist, dass es ihn vorerst nur in der Version für 0,25 l gibt – für den Teebeutel dürfte es auch eine Version in der Größe 0,5 l geben… aber da sind ja auch noch die Teekannen, die verkauft werden wollen. Und die Becher sind ein Meissen-Eigengewächs der Kreativdirektoren Otto Drögsler und Jörg Ehrlich „und den Manufakturisten“, wie es im Prospekt zum Projekt heißt.

Für den Handel hat Meissen einen Aufsteller entwickelt – mit ihm können die Mugs gut präsentiert werden. Und die sind sehr unterschiedlich – von den schlichten ‚Schwertern‘ als Relief unter einer Klarglasur (49,00 Euro) bis zur Chinoiserie (399,00 Euro) und zum aufwendigen Tropischen Vogel (499,00 Euro). Besonders fallen zwei Becher mit dem internationalen Friedenszeichen ‚Peace“ auf – in Gelb oder Grün, jeweils von zwei meissenklassischen grauen Ming-Drachen umschlungen für jeweils 69,00 Euro… Wenn man bedenkt, dass sie im hochwertigen Handdruckverfahren ausgearbeitet wurden, sind das doch sehr erstaunliche Preise.

Manufakturen-Blog: Aufsteller für die Mugs im Handel (Foto: Wigmar Bressel)

Aufsteller für die Mugs im Handel

Immerhin findet seit der Ambiente schon Verkauf statt. „Am Besten verkauft sich derzeit der Becher mit der Aufschrift ‚This is Meissen‘ – das hat uns schon erstaunt“, sagt Bianca Herbst, PR-Managerin der Porzellanmanufaktur, „überhaupt gibt es regionale Unterschiede. In manchen Städten verkauft sich das Motiv ‚Adam‘ besser, in anderen die ‚Kisses on Meissen‘ – wir nehmen dies zur Kenntnis und freuen uns darüber.“ Und mögen auch viele von ihnen ihre Verwendung dann doch vermutlich eher im Homeoffice finden…

Fotos: Wigmar Bressel

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