Topfdeckel ‚multitop‘ von mono ist das ‚Manufaktur-Produkt des Jahres 2018‘

Pressemitteilung

28. Mai 2018, Bremen. Puristisches Design, funktional, praktisch, einfach – monos Edelstahl-Topfdeckel „multitop“ wurde von der Jury des Verbandes Deutsche Manufakturen zum ‚Manufaktur-Produkt des Jahres 2018‘ gewählt.

Die Frage hinter dem überraschenden Produkt ist einfach: Warum sollte ein Topfdeckel nur den Dampf im Topf halten? Nur das Garen beschleunigen und den Energieverbrauch reduzieren? Den Designer Harald Knauf trieben die Gedanken um, was für ihn als Hobbykoch aus einem Topfdeckel noch herauszuholen wäre, wenn man ihn ließe – im renommierten Stahlverarbeiter mono (gegründet im Jahr 1895) in Mettmann fand er den richtigen Partner. Das Familienunternehmen mit 25 Mitarbeitern, zu dem seit einigen Jahren auch die Marke Pott gehört, sucht immer wieder neu zu entwickelnde, zukünftige „Designklassiker“ – so der mono-Claim. Und der multifunktionale Topfdeckel, der mit einer feinen Silikonschnecke auf der Unterseite auf jeden Topf passt, scheint dem Unternehmen solch ein Kandidat. Die Oberfläche funktioniert als Ablagefläche für Kochlöffel und weiteres Kochgut. Der Wasserdampf kondensiert und tropft in den Topf zurück. Der Deckel ist in vielen Variationen und Öffnungsgrößen auf dem Topf zu platzieren. Er ist platzsparend stapelbar oder am Griff aus Kaltstahl aufzuhängen. Passt sehr gut in den Geschirrspüler – und hält auch als Multifunktionsdeckel für viele andere Gefäße her. Er sieht einfach aus – ist aber super durchdacht. Eine originelle Marketingkampagne am PoS rundete die Markteinführung für den ‚multitop‚ im Jahr 2017 ab. Das hat die Jury sehr beeindruckt. Vk-Preis ab EUR 48,00.

Platz 2

Figurengruppe ‚Heilige Nacht‘ von Günter Reichel Werkstatt moderner Figurenbildnerei

Tradition und Design, Reduktion auf die wesentlichen Gesten, handwerkliche Verarbeitung und haptisches Erlebnis – das zeichnet die aus dem Reifen geschlagene Figurengruppe rund um die Geburt Jesu aus. Design von Andras H. Fleischer. Vk-Preis EUR 418,00

Platz 3

Reisekoffer ‚Cophinus‘ der Arsgalea Manufaktur

In Form und Verarbeitung ein traditioneller Lederreisekoffer, wie ihn US-Präsident Kennedy bei seinem Berlin-Besuch benutzt haben soll – jedoch mit allen wichtigen Aspekten der heutigen Zeit versehen: Statt Holzrahmen federleichte Kunststoffwabentechnik, moderne Schlösser, peppige Farben; Retrolook für das Aufschnallen auf den Oldtimer ja – aber hoch funktional und zeitgemäß. Vk-Preis EUR 2000,00

Sonderpreis Design

Figurengruppe ‚Heilige Nacht‘ von Günter Reichel Werkstatt moderner Figurenbildnerei

(s. o.)

Sonderpreis Nachhaltigkeit

Wetterstation 801 von Feingerätebau K. Fischer

Feinste mechanische Messtechnik – im robusten Gewand. Nachhaltigkeit ist nicht nur der nachwachsende Rohstoff, sondern auch die extrem lange Haltbarkeit eines Produkts. Dafür steht der Name K. Fischer. Seit dem Jahr 1945 stellt das Unternehmen seine bekannten feinmechanischen Messgeräte her. Das ausgezeichnete Produkt ist die weiterentwickelte Neuauflage einer Wetterstation aus dem Jahr 1970 – deren Vorbild vielerorts auch heute noch ihren Dienst versieht. Und so wurde die neue 801 nocheinmal weiter mit besseren Metallen ausgestattet, auf dass sie Hunderte von Jahren ihren Dienst versehen kann. Vk-Preis EUR 260,00

Sonderpreis Erkennen von Trends (geteilt)

Parfüm ‚Berlin Soul‘ der Birkholz Perfume Manufacture

Ein großer Trend unserer Zeit ist die Individualisierung von Produkten. Das hat auch die international ausgerichtete Birkholz Perfume Manufacture von Nasyr Birkholz und Familie aus Berlin verstanden. Neben 25 eigenen Düften bietet das Familienunternehmen über den Flagshipstore auch das Herstellen von ganz individuellen Duftkompositionen an. Die Anlage zum perfekten Assemblieren wurde von Birkholz selbst entwickelt. Ausgezeichnet wird stellvertretend für Idee und Umsetzung das neue Parfüm ‚Berlin Soul‘, das mit verschiedenen Flakons in zahlreichen Individualisierungen kombinierbar ist. Vk-Preise ab EUR 109,00

Sonderpreis Erkennen von Trends (geteilt)

Hut ‚Indiana Melusine‘ von Hutkönig

Wer sich traut – trägt wieder Hut. Und wer sich das schon traut – der traut sich auch den leuchtend-blauen, flauschigen und doch wasserdichten Hut aus sibirischem Wildhasen-Haar von Hutkönig aus Regensburg zu. Der Hut als wiederkehrender Trend. Trotzdem in kleiner Serie in 82 Arbeitsschritten von Hand gefertigt. Vk-Preis: EUR 798,00

Sonderpreis Tradition

Ziehtier ‚Großes Pferd‘ von Marolin

Tradition ist auch Trend. Deutschlands einziger Papiermaché-Hersteller, die Marolin Richard Mahr GmbH aus dem thüringischen Steinach, hat ein Spielzeug aus der Zeit vor dem vergangenen Krieg wieder aufgelegt: Ein naturgetreu nachempfundenes Pferd, von Hand gegossen aus der Marolinmasse, von Hand bemalt, auf ein Holzbrett mit vier Rädern montiert und mit einer Handkordel versehen. Ein Spielzeug für ganz besonders bewusste Eltern. Und alle, die sich dem Schwelgen in Nostalgie hingeben wollen. Vk-Preis EUR 86,00

Jury 2018: Ralf Bode (Flair), Stefan Fink (Fink), Benedikt Freiherr Poschinger von Frauenau (Poschinger), Andreas Müller (Mühle), Marc Weyersberg (Kupfermanufaktur Weyersberg)

Bisherige Preisträger: Keramikinnenbeschichtete induktionsfähige Kupferbratpfanne der Kupfermanufaktur Weyersberg (2014), Doppelhorn Nr. 103 in f/b der Gebr. Alexander (2015), Taschenfüllfederhalter-Set ‚Spatz & Kiebitz‘ von Stefan Fink (2016), Rasierset ‚Hexagon‘ von Mühle Rasurkultur (2017)

Ansprechpartner für Fragen:

Wigmar Bressel, Tel. 0421 – 55 90 6-20

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Uhrenmanufaktur Tutima ist die ‚Manufaktur des Jahres 2018‘

Pressemitteilung

17. Mai 2018, Bremen. 90 Jahre Produktion – und jetzt hat das 30-Mitarbeiter-Team der Uhrenmanufaktur Tutima aus Glashütte auch noch eine Armbanduhr mit ‚Tempostopp‘ (engl.: „Flyback“) auf den Markt gebracht. Und die Uhrenbranche nachhaltig überrascht, denn die extrem komplizierte Funktion wird nur in einer Handvoll Uhren von den großen Herstellern angeboten – zu atemraubenden Preisen. Klein, Tradition und zugleich extrem innovativ bei moderaten Preisen – das beschreibt die ‚Manufaktur des Jahres 2018‘ am Besten! Eine undotierte Auszeichnung des Verbandes Deutsche Manufakturen e. V., die besonderes Engagement in der Manufakturen-Branche hervorhebt.

Denkt man an den Namen Glashütte, dann denkt man heute an hochwertigste Armbanduhren. Dabei stand Glashütte bis zum Wirtschaftschaos nach dem Ende des 1. Weltkriegs für hochwertige Taschenuhren. Als in den 1920er Jahren auch die letzte Taschenuhrenmanufaktur schließen musste, schlug die Stunde des Hamburger Juristen und Armbanduhr-Enthusiasten Dr. Ernst Kurtz. Kurtz begeisterte die sächsische Landesregierung und Banken für ein Investment in Armbanduhren in Glashütte – eine Erfolgsgeschichte, wie wir heute wissen.

Insbesondere die aufkommende Luftfahrt machte Präzisionsuhren für Piloten wichtig, denn man kann ja auch nach präzisen Zeitangaben navigieren.

Für seine besten Uhren nutzte Kurtz den Namen „Tutima“ – vom lateinischen „tutus“ („sicher, geschützt“) abgeleitet.

Bei Ende des 2. Weltkrieges rettete sich die Uhrenmanufaktur zunächst nach Unterfranken und siedelte später nach Ganderkesee in Niedersachen um. Ab dem Jahr 1960 setzte sein bisheriger Mitarbeiter Dieter Delecate die Uhrenproduktion fort. Schon kurze Zeit später wurde die europäische Uhrenindustrie mit der Entwicklung der Quarzuhren aus Asien konfrontiert. Statt den Kopf in den Sand zu stecken und die Entwicklung zu ignorieren, reiste Delecate nach Asien und gründete in Hongkong ein zweites Uhrenunternehmen zur Produktion eigener Quarzuhren, ohne die Fertigung der mechanischen Uhren in Ganderkesee aufzugeben. So hält es das Familienunternehmen, in dem u. a. schon längst die drei erwachsenen Kinder geschäftsführend mitarbeiten, bis heute.

Im Jahr 2005 erfolgte die Rückbesinnung auf Glashütte: Tutima erwarb ein Produktionsgebäude und präsentierte im Jahr 2011 die erste komplett in Glashütte entwickelte und gebaute ‚Minutenrepetition‘, eine Uhr namens „Hommage“ aus eigener Manufaktur. Diese Armbanduhr – mit der als „Königin der Komplikationen“ bekannten Ausstattung – ist eine Uhr, welche mit wohlklingenden Hammerschlägen die genaue Zeit vertont: Stunde, Viertelstunde, Minute – mit unterschiedlichen Tönen…

Aber zur neuen „Tempostopp“: Diese Uhr ist an einen früheren Fliegerchronographen von Tutima aus dem Jahr 1941 angelehnt. Sie beinhaltet eine Stoppuhr mit einer „Flyback“-Funktion, welche früher als „Tempostopp“ bezeichnet wurde. Diese Sonderfunktion erlaubt es zum Beispiel Piloten, einen laufenden Zeitmessvorgang mit nur einem Tastendruck von Null an neu zu starten. „Nach sieben Minuten 90 Grad links schwenken, nach 34 Minuten 30 Grad rechts schwenken…“ Stellen Sie sich einfach einen Langstreckenflug ohne Radar und GPS vor – dann leuchtet Ihnen das Interessante an dieser Zeitmessfähigkeit ein.

Tutima ist – trotz seiner kleinen Größe – besonders engagiert. Zum Beispiel als offizieller Zeitnehmer der Kieler-Woche-Regatten. Tutima besitzt eine eigene Rennyacht, die als einzige in Europa von einem reinen Frauenteam gefahren wird. Das Team ist derzeit – gegen die anderen Männerteams – der amtierende Vize-Europameister.

Oder – etwas naheliegender – das Engagement für Flugsicherheit: die Tutima Academy of Aviation Safety in Amerika mit der Fluglegende Sean D. Tucker an der Spitze. Hier lernen unter anderem Verkehrsflugzeug-Piloten das händische Fliegen zu verbessern – um sich beispielsweise nach Instrumentenausfällen besser behelfen zu können.

Tutima ist Sponsor der Deutschen Motorflug-Nationalmannschaft des Aero Clubs und hat darüber hinaus noch sehr erfolgreich einen eigenen Heißluftballon im Rennen.

Alles das ausgehend von einem kleinen, begeisterten und begeisternden Familienunternehmen aus Niedersachsen.

Weitere Informationen:

Wigmar Bressel

Verband Deutsche Manufakturen e. V. www.deutsche-manufakturen.org

Alexander Philipp

Tutima Uhrenfabrik GmbH Ndl. Glashütte www.tutima.com

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